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Publications – Details

Nutzung perfekter Sequenzen zur Funktionsuntersuchung der Eustachischen Röhre

Authors:
Ercole Di Martino, Christiane Antweiler, Aulis Telle, Rainer Thaden, and Martin Westhofen
Book Title:
7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA)
Venue:
Leipzig, Germany
Organization:
Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA)
Date:
Mar. 2004
Page:
95
Language:
German

Abstract

Hintergrund und Fragestellung: Bei der Tubenfunktionsuntersuchung mit akustischen Signalen wurden bisher vorwiegend Sinustöne um 8kHz eingesetzt. Es zeigte sich, dass Messungen mit solchen Signalen die Tubenöffnung qualitativ und quantitativ erfassen können. Neben einer hohen Störanfälligkeit weisen Sinussignale jedoch keine ausreichende Reliabilität und Reproduzierbarkeit auf. Zur Verbesserung des Messverfahrens wurden von uns erstmals periodisch wiederholte Rauschsignale, sog. perfekte Sequenzen erprobt. Solche Signale werden bislang in der Nachrichtentechnik (Mobilfunk) zur Sprachübertragung angewandt. Der Einsatz dieser Signale erlaubt die Auswertung eines Frequenzspektrums von 0-16kHz und wurde zur Detektion von Tubenöffnungen genutzt.

 

Ergebnisse: Der Einsatz perfekter Sequenzen zeigte, dass die Resonanzfrequenzen und damit die signifikanten, aussagekräftigsten Frequenzanteile, die das System charakterisieren, nicht nur bei 8kHz auftreten. Es stellten sich insbesondere im Bereich um 2kHz besonders große Werte ein. Daneben fanden sich je nach durchgeführtem Provokationsmanöver auch bei 4kHz verwertbare Signalantworten. Bei allen Probanden wurden Tubenöffnungen in beiden Verfahren nachgewiesen. Im Vergleich zur Messung mit Sinustönen konnten beim Einsatz perfekter Sequenzen signifikant mehr Tubenöffnungen detektiert werden. Der Anteil der verwertbaren Untersuchungen stieg von 55% auf 82%. In 51% war die Messqualität mit perfekten Sequenzen besser, in 45% gleich und in 4% schlechter als bei Verwendung von 8kHz Sinustönen. In nahezu einem Fünftel der Fälle gelang die Registrierung einer Tubenöffnung nur durch die Verwendung der perfekten Sequenzen.